Die Stärken eines Kindes - 

wie Dein Kind sie erkennen und nutzen kann

Liebe Mama, Du möchtest wissen, wie Du die Stärken eines Kindes erkennst? Du möchstest, Dein Kind endlich an sich glaubt und sagt: "Mama, ich kann das!"?

Ok, dazu kommen wir gleich, aber jetzt musst Du erstmal ganz stark sein. Denn dieser Blogartikel ist nicht für Dich sondern für Dein Kind geschrieben.

Ja, Du darfst ihn auch lesen... aber nur wenn Du ihn anschließend Deinem Kind zeigst, versprochen? Ok, dann los. Lass und sprechen über: Die Stärken eines Kindes...


Ach ja, falls Du ein lesefaules Exemplar Kind zuhause hast - die kenne ich gut - kannst Du ihm auch einfach das Video hier unter dem Text ganz unten zeigen.

Was sind meine Superkäfte?

Vielleicht kennst Du folgendes ja auch... Piko, mein Papagei und Kursmaskottchen kennt das gut. 


An manchen Tagen, da kriegen wir überhaupt nichts hin. Die einfachsten Aufgaben fallen uns schwer. Das, was wir gestern noch konnten, können wir heute irgendwie überhaupt nicht mehr. Wir machen scheinbar alles falsch und wir fühlen uns überhaupt nicht wohl und möchten, dass der Tag am liebsten ganz, ganz schnell vorbei ist.

Kennst Du solche Tage? 

An anderen Tagen, da läuft alles super. Wir trauen uns ganz neue Dinge zu und schaffen alles in Turbozeit. .. viel schneller als sonst. Und wir erledigen Dinge, die wir lange vor uns hergeschoben haben ganz fix und ohne Probleme.

Das kennst Du, oder?

Du bist an solchen Tagen voller Energie. Du bist dann in einem kraftvollen Zustand und hast Zugriff auf all Deine Superkräfte. Das sind Deine Ressourcen, so nennt man das im NLP.

Unter einer Ressource kannst Du also so etwas wie eine Superkraft verstehen, die Du

  • in Dir trägst,
  • immer bei Dir hast und
  • die Dir Energie und Zuversicht gibt,
  • und das Gefühl, dass Du alles schaffen kannst, was Du möchtest. In der richtigen Zeit und auf die richtige Art und Weise. 


Was können Ressourcen sein? 

Ressourcen können z.B. 

  • Fähigkeiten sein, also Dinge, die Du besonders gut kannst. Piko kann z.B. super Fußball spielen. 
  • individuelle Charakterzüge sein, also sowas wie du einfach bist. Dass du zum Beispiel immer
  • fröhlich und gut gelaunt bist. 
  • Deine Lebenseinstellung sein. Wenn du z.B. glaubst, dass schon alles gut gehen wird, dann ist das  eine ganz, ganz wunderbare Superkraft, die du immer bei dir hast und die du in dir trägst. 
  • Gefühle sein, die du hast, wie z.B. Liebe oder Freundschaft.

Und weißt Du, was total logisch ist?

  • Wenn Du zum Beispiel Ängste loswerden möchtest oder neuen Mut brauchst für irgendeine neue schwierige Situation, an die Du Dich noch nie herangetraut hast. 
  • Oder wenn Du eine Prüfung schaffen musst, 
  • vielleicht ein wichtiges Gespräch führen
  • und eine ganz neue Situation meistern willst,

dann geht das natürlich viel besser, wenn Du in so einem kraftvollen Zustand bist und Deine Superkräfte nutzen kannst.

Klingt total logisch, oder? Genau.

Was machen wir mit dieser Erkenntnis?

Für viele Menschen entstehen die Momente, in denen sie einfach voll in ihrer Superkraft sind ganz zufällig. Die sind einfach da.

Manche Tage sind doof und manche Tage sind super.

Wenn es Dir aber doch gelingen könnte, Deine Ressourcen, also Deine Superkräfte, dann anzuzapfen, wenn du es brauchst. Und Du dann quasi auf Knopfdruck in einer schwierigen Situation von dieser positiven Energie profitieren könntest 

Wär das nicht cool, wenn Du auf Knopfdruck so einen super tollen, kraftvollen Tag heraufbeschwören könntest?

Ja, und genau da wollen wir jetzt gucken, wie das geht. Wie kannst du also auf Knopfdruck in so einen kraftvollen super Zustand kommen?


3 Schritte wie Du Deine Superkräfte erkennst und nutzt.

Zunächst einmal geht es darum, Deine Ressourcen, also Deine Superkräfte zu sammeln.

Die Stärken eines Kindes; Papagei Pico zeigt nach unten

Pico weiß:  "Alles, was ich brauche, steckt bereits in mir."

Und Du wirst jetzt durch die nächste Übung auch erfahren, dass das bei Dir auch so ist. Alles, was Du brauchst, steckt bereits in Dir.

1. Ressourcen sammeln


  • Lege nacheinander beide Hände auf ein Blatt Papier
  • Zeichne nun die Umrisse von Hand und Fingern nach.
  • Anschließend suchst du gemeinsam mit Mama oder Papa zehn Tage lang  eine "Ich kann Superkraft", eine sogenannte Ressource. Bist du für alle Finger eine solche gefunden hast.
  • Und du schreibst dann auf jeden Finger eine solche Superkraft.

Am besten funktioniert diese Übung am Abend, wenn Du schon im Bett liegst und nochmal darüber nachdenkst, wie der Tag gelaufen ist.

  • Was hast du heute gemacht? 
  • Hat irgendetwas besonders viel Spaß gemacht? 
  • Oder hat etwas gut geklappt und 
  • was hast du toll hinbekommen?

Daraus findest Du Deine Superkräfte, wie z.B. "Ich kann mutig sein und toll klettern."

"Ich kann mutig sein." schreibts Du dann auf einen Finger.

Am nächsten Tag findest Du dann vielleicht die Superkraft: "Ich kann konzentriert sein und ein 100-Teile-Puzzle ganz allein fertig machen. Oder "Ich kann selbstständig sein und allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren." 

Diese Übung machst Du solange, bis Du für jeden Finger eine Superkraft aufgeschrieben hast. Das Bild kannst du dann in dein Zimmer hängen oder es irgendwo hinlegen, wo du regelmäßig drauf schauen kannst.

Anker verstehen

Wir schauen jetzt mal, wie Du eine Superkraft so in Dir festmachen kannst, dass Du sie auf Knopfdruck abrufen kannst. 

Dieses in Dir festmachen nennt man Ankern. Aber was sind denn Anker? 

Anker kennst du vom Schiff, oder? Ja klar, Piko auch. Aber hier ist mit Anker etwas anderes gemeint. Vielleicht kommt Dir das ja bekannt vor:

Du sitzt im Auto, das Radio läuft und plötzlich hörst Du ein Lied und 

  • Du denkst bei diesem Lied an euren letzten Sommerurlaub. 
  • Damals... am Strand... mit Mama und Papa... vielleicht mit Deinen Geschwistern. 
  • Das Eis war super lecker. Ihr habt tolle Ausflüge unternommen.
  • Du durftest viel länger aufbleiben als jetzt und ganz lange YouTube schauen.


Und nur weil Du dieses Lied im Radio hörst, denkst du wieder daran. Alte Gefühle werden wach und Du gerätst ins Träumen.

Was passiert da?

Das Lied, das Du gehört hast, hat hier die Funktion eines Ankers. 

Es hat Deine Erinnerungen und Deine Gefühle mit dem Sommerurlaub verbunden.


Der Anker ist also sowas wie der Code für ein Zahlenschloss am Tresor unserer Erinnerungen. Und wenn dieser Code geknackt wird, wenn du z.B. dieses Lied hörst, dann werden die alten Erfahrungen wieder ganz aktiv und ins Bewusstsein gerufen und das, was du damals erlebt hast, z.B. in diesem Sommerurlaub, wird wieder lebendig und du hast das Gefühl, du bist jetzt gerade wieder am Strand und ist ein Eis.

Aber nicht nur das, was du hörst kann ein solcher Anker sein, sondern es kann auch


  •  ein Geruch oder ein Geschmack ein Anker sein. Wenn du z.B. beim Geruch einer bestimmten Suppe an die Oma denkst oder beim Geschmack des Vanille Eises an den letzten Urlaub, ein altes Foto, 
  • einen Spruch oder ein Text in einem Album,
  • ein Geräusch in der Natur

können auch Anker sein. 


Ziel des Ankerns einer Superkraft ist es also auf Knopfdruck in einen positiven Gemüts und Gefühlszustand zu kommen, um dann eben eine schwierige Situation besser zu meistern.

Und Piko und ich, wir erklären dir jetzt, wie das geht.

Strichmännchen mit Sprechblase (Yes I Can)

Die Stärken (d)eines Kindes

2 Kraftpunkt finden


Setz Dich mal ganz entspannt hin und atme einfach ganz ruhig. 

Und dann suchst Du Dir irgendeine Stelle an Deinem Körper aus, der Dein Kraftpunkt sein soll. Dieser Punkt sollte immer gut für Dich erreichbar sein.  Und möglichst unauffällig, damit Du ihn in jeder Situation, zum Beispiel während einer Klassenarbeit gut erreichen kannst.  
Du kannst z.B.

  • den Fingerknöchel des rechten Ringfinger nehmen oder 
  • Dein rechtes Handgelenk oder vielleicht auch
  • das linkes Ohrläppchen, 

irgendetwas, wo du immer und zu jeder Zeit gut dran kommst. 


Ressource auswählen


Dann denkst Du an eine Situation, in der Du z.B.

  • voller Gelassenheit, 
  • energiegeladen
  • besonders mutig oder 
  • voller Kraft warst. 

Je nachdem, welche Ressource, also welche Superkraft Du gerade ankern möchtest. Das kommt natürlich auch ein bißchen darauf an, für welche Situation Du das benutzen möchtest. Wenn Du zum Beispiel sagst, Du bist vor Klassenarbeiten immer ganz aufgeregt, dann ist es vielleicht wichtig, eine Situation rauszusuchen, in der Du ganz gelassen warst. Wenn Du Dich vor irgendetwas fürchtest, vielleicht vor der Klassenfahrt oder so, dann brauchst Du eine Situation, in der Du mal besonders mutig warst und einfach etwas Neues ausprobiert hast. 


3. Ressource ankern


Du erinnerst Du Dich dann ganz genau an diese Situation, in der Du z.B. ganz mutig warst.

Du versuchst, diese Situation nochmal ganz intensiv zu erleben. Erinnere Dich nochmal ganz genau und geh nochmal rein in die Situation:

  • Was siehst du? 
  • Kannst Du Geräusche oder Stimmen hören?
  • Nimmst Du bestimmte Gerüche wahr?
  • Oder schmeckst Du irgendetwas? 
  • Und wie fühlt sich das an, dieses Gefühl in deinem Körper an?


Und wenn Du ganz in der Situation drin bist, dann berührst Du den Kraftpunkt, den du dir ausgesucht hast z.B. Dein linkes Ohrläppchen.


Jetzt ist dieser innere Zustand, Dein Mut geankert.



Anker überprüfen

Um das zu überprüfen, kannst Du dann im Anschluss den Kraftpunkt einfach nochmal drücken und spüren, ob dieses positive, kraftvolle Gefühl wiederkommt.

Wenn das noch nicht so gut klappt, dann wiederholst Du die Schritte einfach nochmal und drückst Deinen Kraftpunkt etwas länger.


Ach ja, nicht nur Dein Kraftpunkt kann ein Ankerpunkt sein.

Es können auch andere Dinge sein, die du z.B. in der Hand fest zusammen drückst wie ein besonderer Schmuck oder Muggeln Stein.

Du kannst auch einfach alle zehn Finger aneinander pressen oder einfach zu dir selbst in Gedanken sagen Ich bin ganz ruhig oder Ich bin ganz mutig. Und immer, wenn du diesen Satz dann in Gedanken sagst, wird dieses Gefühl aus der Situation, die du geankert hast, wieder hervorkommen.









FAZIT

Ja, ich wünsche Dir ganz viel Spaß dabei beim Entdecken und Ankern Deiner Superkräfte und immer daran denken:

Alles was ich brauche, steckt bereits in mir.

Und für die Lesefaulen unter euch, gibt es hier das Ganze nochmal als Video....

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